Damen II ärgern Tabellenführer
Vor dem letzten Saisonspiel war die Ausgangslage klar: Der Tabellenführer aus Seeshaupt kam nach Bad Tölz – und nur ein glattes 6:0 hätte unseren Damen II noch die sensationelle Meisterschaft beschert. Klingt machbar? Nun ja… ungefähr so realistisch wie ein Aufschlag-Ass mit der Bratpfanne.
Seeshaupt hatte die Liga die gesamte Saison über nach Belieben dominiert und in fünf Spielen gerade einmal zwei Matches abgegeben. Und auch in Bad Tölz rückten die Gäste in Bestbesetzung an. Unsere Damen hingegen mussten verletzungsbedingt etwas improvisieren – was den Optimismus aber nur unwesentlich bremste.
Jodi suchte zunächst noch nach ihrer gefürchteten Vorhand und ihrem berüchtigten Touch. Beides tauchte leider erst gegen Ende des Matches auf, als der Zug bereits abgefahren war. Am Ende stand ein 0:6, 2:6.
Laura biss trotz angeschlagenem Oberschenkel beherzt auf die Zähne. Zu Beginn hielt sie stark dagegen und machte ihrer Gegnerin das Leben schwer, ehe sich die Verletzung bemerkbar machte. Mit 3:6, 2:6 musste sie sich schließlich geschlagen geben.
Dass eine Abifahrt offenbar auch regenerierende Kräfte besitzen kann, bewies Julia eindrucksvoll. Sichtlich erholt fegte sie ihre Gegnerin mit 6:1, 6:1 vom Platz und sorgte für den ersten Tölzer Punkt.
Für das absolute Tageshighlight sorgte einmal mehr Katharina. Während auf den Nachbarplätzen längst Taschen gepackt und Kuchen gegessen wurden, befand sie sich noch mitten in ihrem persönlichen Ultramarathon. Über drei Stunden lieferten sich beide Spielerinnen einen epischen Schlagabtausch. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich Kathi in den Tiebreak des zweiten Satzes und hatte anschließend im Match-Tiebreak den deutlich längeren Atem. Mit 3:6, 7:6 und 10:3 durfte sie sich völlig verdient feiern lassen – und sorgte ganz nebenbei dafür, dass die Nachmittagsspiele mit leichter Verspätung starten mussten.
Damit war die Meisterschaft zwar endgültig außer Reichweite, doch die Doppel wurden selbstverständlich nicht abgeschenkt. Noch einmal wurde alles investiert, ehe der angekündigte Regen vorbeischaute. Die Gäste zeigten jedoch auch dort ihre Klasse, spielten äußerst fehlerarm und gewannen beide Doppel jeweils in zwei Sätzen.
Am Ende steht zwar „nur“ Platz drei – doch angesichts der starken Konkurrenz und der personellen Sorgen ist das eine Saison, auf die unsere Damen II mehr als stolz sein können.
Verstärkung, Verletzungspech und ein kleines Wunder – Herren 50 melden sich eindrucksvoll zurück!
„Mund abputzen“ war gestern – bei unseren Herren 50 hieß das Motto vor dem vorletzten Spiel der Saison vielmehr: Letztes Hurra oder doch noch ein Lebenszeichen im Abstiegskampf! Gegen Geretsried musste dringend ein Sieg her. Also wurde nicht lange gefackelt und die ganz schweren Geschütze aufgefahren.
Mit Martin, seines Zeichens Kapitän der Herren 55, wurde an Position 1 prominente Verstärkung verpflichtet. Die Gäste reagierten prompt und stellten ebenfalls ihre Nummer eins auf. Es entwickelte sich allerdings kein episches Spitzeneinzel, sondern leider ein äußerst kurzes. Beim Stand von 4:0 für Martin verletzte sich sein Gegner bereits im ersten Aufschlagspiel schwerer und musste aufgeben. Ein Punkt für Bad Tölz, über den sich niemand so richtig freuen konnte. Von dieser Stelle wünschen wir dem Geretsrieder Spieler eine schnelle und vollständige Genesung!
Auch an Position zwei sollte das Match kein reguläres Ende finden. Christian ging bereits mit einem angeschlagenen Ellbogen auf den Platz und hoffte, dass dieser zumindest zwei Sätze Dienst nach Vorschrift verrichten würde. Der Ellbogen hatte allerdings andere Pläne. Nach eineinhalb Sätzen war bei 3:6, 0:2 Schluss. Vernunft siegte diesmal über den Kampfgeist. Auch Christian wünschen wir gute Besserung. jetzt hilft nur Ruhe geben.
Das wohl unterhaltsamste Einzel des Tages spielte Andi Falkner an Position drei. Dort wartete mit Ingo ein alter Bekannter und langjähriger Tölzer. Vor allem aber durfte Andi endlich einmal erleben, wie sich Tennis ohne die gegnerische Nummer eins auf der anderen Seite des Netzes anfühlt. Er flitzte über den Platz, streute Stopps ein, variierte clever das Tempo, war phasenweise die Ruhe selbst – und zwischendurch mental ungefähr so stabil wie ein Einkaufswagen mit kaputtem Rad. Nach gut zwei Stunden und einem überragenden 10:2 im Match-Tiebreak durfte er dennoch völlig verdient jubeln.
An Position vier zeigte Michi einmal mehr, dass man nicht zwingend Winner schlagen muss, wenn der Topspin die Arbeit übernimmt. Sein Gegner war stark, musste sich aber irgendwann der endlosen Rotation geschlagen geben. Mit 7:6, 6:4 wanderte auch dieser Punkt auf das Tölzer Konto.
Stefan blieb seiner ganz persönlichen Match-Dramaturgie ebenfalls treu. Satz eins? Souverän mit 6:1. Satz zwei? Warum einfach, wenn es auch mit erhöhtem Puls geht. Mit zunehmend zittriger Hand, aber ungebrochenem Siegeswillen brachte er das Match schließlich mit 7:6 nach Hause. Herzschrittmacher-Hersteller dürften sich über solche Spiele freuen.
An Position sechs machte Andi kurzen Prozess. Ohne großes Theater spielte er seinen Stiefel routiniert herunter, ließ beim 6:1, 6:2 nichts anbrennen und stellte auf eine komfortable 5:1-Führung. Damit war die Messe bereits nach den Einzeln gelesen.
Kaum hatten die Doppel begonnen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Regen statt Rückhand, Donner statt Doppelfehler. Da auf den Plätzen ohnehin nur noch Wassersport möglich gewesen wäre, einigten sich beide Mannschaften darauf, die bestehenden Spielstände zu übernehmen. Zwei Doppel gingen dabei an Bad Tölz, eines an Geretsried.
Der 7:2-Erfolg ist damit weit mehr als nur ein Heimsieg – er ist ein kräftiges Lebenszeichen im Abstiegskampf. Vor dem letzten Spieltag gilt die Rechnung: Sechs Matchpunkte reichen sicher zum Klassenerhalt. Bei einem 5:4 muss der Taschenrechner ran. Alles darunter wäre zu wenig.
Die Herren 50 haben sich die Chance auf den Ligaverbleib also verdient erhalten. Jetzt wartet das große Saisonfinale – und dort soll das letzte Hurra endgültig zum Happy End werden.
Mission Bayernliga erfüllt – Herren 55 machen den Aufstieg perfekt! 🎉🎾
Bad Tölz ist wieder Bayernliga! Was vor der Saison als ambitioniertes Ziel formuliert wurde, ist nun Realität. Dabei hätte die Rechnung kaum entspannter sein können: Ein einziger Matchpunkt aus den letzten beiden Saisonspielen hätte bereits zum Aufstieg gereicht. Und wer liefert in solchen Momenten? Natürlich England-Rückkehrer Markus Theil.
Nach zwei Wochen auf britischem Rasen schien Markus das Motto „Keep Calm and Win Tennis Matches“ perfekt verinnerlicht zu haben. Vom Wimbledon-Flair war auf dem roten Sand jedenfalls noch jede Menge übrig geblieben. Elegant, leichtfüßig und gnadenlos effizient ließ er seinem Gegner beim 6:1, 6:0 nicht den Hauch einer Chance. Das Beeindruckendste daran: Bevor sich die ersten Zuschauer überhaupt auf Platz 3 verirrt hatten, war die Aufstiegsparty praktisch schon eröffnet.
Auch Christian ließ im Zweier-Einzel keinerlei Zweifel aufkommen. Mit einem souveränen 6:4, 6:1 steuerte er den nächsten Punkt bei und sorgte dafür, dass der Sekt schon langsam kaltgestellt werden durfte.
Etwas mehr arbeiten musste Jürgen an Position eins. Sein Gegner hielt lange ordentlich dagegen, doch wie so oft setzte sich am Ende Erfahrung, Übersicht und die berühmte Tölzer Gelassenheit durch. Mit 6:4, 6:2 machte auch er den Sack zu.
Der bitterste Moment des Tages gehörte leider Carlo. Ausgerechnet der Mann, der gefühlt jedes zweite Match erst im Matchtiebreak entscheidet, schien diesmal einen ungewöhnlich entspannten Arbeitstag zu erleben. Nach einem starken 6:2 und einer 3:2-Führung im zweiten Satz war der Sieg zum Greifen nah. Doch dann machte die Wade nicht mehr mit. An Weiterspielen war nicht zu denken, Carlo musste schweren Herzens aufgeben. Besonders schade: Damit ist seine Sommersaison vorzeitig beendet. Gute Besserung, Carlo – wir sehen uns stärker zurück!
Für nostalgische Gefühle sorgte Sepp Mörtl, der nach langer Zeit sein Comeback bei den Herren 55 feierte. Den ersten Satz genoss er allerdings offenbar etwas zu sehr und gab ihn nach großem Kampf noch mit 6:7 ab. Beim Stand von 1:1 im zweiten Satz hatte dann allerdings der Wettergott andere Pläne. Regen statt Rallyes – das Einzel musste schließlich abgegeben werden.
Als wäre der Tag nicht schon ereignisreich genug gewesen, entwickelte sich der Nachmittag zu einer Geduldsprobe. Immer wieder schickte der Regen die Spieler zurück unter die Überdachung, ehe es wieder auf den Platz ging. Doch auch davon ließ sich die frischgebackene Bayernliga-Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. Jürgen und Markus sowie Christian und Sepp behielten in ihren Doppeln die Oberhand und machten den 5:2-Heimsieg perfekt.
Damit bleiben die Herren 55 weiterhin ungeschlagen und krönen ihre überragende Saison schon vor dem letzten Spieltag mit dem verdienten Aufstieg in die Bayernliga. Das Finale steigt kommende Woche gegen Vaterstetten – und eines ist jetzt schon sicher: Der Druck ist weg, die Vorfreude riesig und die Aufstiegsparty dürfte noch ein paar Tage andauern. 🍾🎾🥳
U10 trotzt dem Regen – mit großem Kampfgeist in die Sommerpause
Lange war am Sonntagvormittag gar nicht sicher, ob das letzte Saisonspiel unserer U10 überhaupt stattfinden konnte. Der Regen hatte die Plätze fest im Griff und ließ Spieler, Eltern und Betreuer immer wieder sorgenvoll Richtung Himmel blicken. Doch am Nachmittag zeigte sich Petrus schließlich doch noch als Tennisfan und machte den Weg frei für einen würdigen Saisonabschluss.
Im Heimspiel gegen den TC Peißenberg musste sich unser jüngstes Team zwar mit 1:5 geschlagen geben, das Ergebnis spiegelt den Verlauf der Begegnung jedoch nur bedingt wider. Fast jeder Punkt musste hart erarbeitet werden, und zahlreiche Matches standen bis zum Schluss auf Messers Schneide.
Linus, Quinn, Felix und Lorenz lieferten sich packende Duelle, in denen normale Tiebreaks und Match-Tiebreaks über Sieg oder Niederlage entschieden. Mit viel Einsatz, großem Kampfgeist und jeder Menge Leidenschaft hielten unsere Jungs gegen starke Gäste hervorragend mit. Am Ende hatten die Peißenberger in den entscheidenden Momenten oft den etwas längeren Atem – doch unsere Nachwuchsspieler ließen sich davon nie entmutigen und kämpften bis zum letzten Ballwechsel.
Auch wenn der ganz große Erfolg diesmal ausblieb, kann die U10 stolz auf ihre erste Medenrunde zurückblicken. Mit jedem Spiel war die Entwicklung sichtbar, die Sicherheit auf dem Platz wuchs und vor allem der Teamgeist war jederzeit spürbar. Genau diese Erfahrungen sind es, die unsere jüngsten Tennisspieler stärker machen.
Jetzt heißt es erst einmal: Schläger kurz beiseitelegen, die Sommerferien genießen und Kraft tanken. Wir freuen uns schon darauf, unsere U10 nach der Pause mit genauso viel Begeisterung und Freude wieder auf dem Tennisplatz zu sehen! 🎾☀️