MD2: U18 siegt in Unterzahl ++ U12 gewinnt Derby ++ H55 startet Mission Wiederaufstieg ++ H30 furios ++ Niederlagen für U15 & H50

Am vergangenen Wochenende standen für die Mannschaften des TC Rot-Weiß Bad Tölz zahlreiche Begegnungen auf dem Programm. Die U15 reiste als Tabellenführer zum Auswärtsspiel nach Bad Aibling und wollte dort die Spitzenposition verteidigen. Bereits am Samstagvormittag kam es zu zwei Derbyduellen: Die U18 war in Holzkirchen gefordert, während die U12 zuhause Lenggries empfing.

Nach dem unglücklichen Abstieg im vergangenen Sommer starteten die Herren 55 in Bad Griesbach in die neue Saison der Landesliga I. Am Samstagnachmittag waren außerdem die Herren 30 gegen den ASV Rott sowie die Herren 50 gegen den MTV Berg zuhause in Bad Tölz im Einsatz.

Erste Saison-Niederlage für U15

Die U15 des TC Rot-Weiß Bad Tölz musste am Freitag in Bad Aibling die erste Saisonniederlage hinnehmen. Beim 1:5 war gegen starke Gastgeber diesmal leider nicht viel zu holen.

Für den Ehrenpunkt sorgte Franz auf Position 1 mit einer richtig starken Vorstellung und einem klaren Sieg. In den übrigen Einzeln sowie den Doppeln war für unsere Jungs dagegen wenig zu erben – da half auch kämpferischer Einsatz nicht mehr viel.

Aber Kopf hoch: Nach zwei Auswärtsspielen in Folge wartet kommende Woche schon die nächste Reise – diesmal nach Holzkirchen. Vielleicht klappt dort ja die Rückkehr in die Erfolgsspur.

U12 fegt Lenggries vom Platz – Isarwinkel-Krone bleibt in Bad Tölz!

Was für ein Tennis-Feuerwerk unserer neu formierten U12! Im Derby gegen Lenggries spielte sich das Team in einen echten Rausch und holte einen sensationellen 6:0-Sieg. Damit ist klar: Die beste U12 im Isarwinkel kommt aktuell aus Bad Tölz – Lenggries muss sich diesmal mit Platz zwei zufriedengeben.

Schon in den Einzeln ging es richtig rund: Emil zauberte starke Winner auf den Platz, Benni ließ seinem Gegner mit druckvollen Schlägen kaum Luft zum Atmen, Linus kämpfte um jeden Ball wie ein Profi und Paul spielte so souverän auf, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Alle vier gewannen ihre Matches glatt in zwei Sätzen – ganz starke Leistung!

Und dann kamen die Doppel – und die Stimmung wurde noch besser: Ben feierte gemeinsam mit Emil einen perfekten Einstand im Team und schnappte sich direkt den nächsten Punkt. Im zweiten Doppel zeigte Ida (Frauenpower!) zusammen mit Benni eine einwandfreie Vorstellung und begeisterte mit tollem Teamgeist und starken Ballwechseln. Natürlich wurde auch dieses Match klar gewonnen!

Am Ende stand ein überragendes 6:0 auf dem Spielbericht – dazu jede Menge Jubel, stolze Eltern und vermutlich ein bisschen schlechte Laune auf der anderen Isarseite. Genau so darf eine Saison starten!

Herren 30 starten mit Alpenpower in die Saison – Aperol, Slice und österreichische Präzision

Gelungener Saisonauftakt der Herren 30 im Heimspiel gegen den ASV Rott: Zwei Österreicher, ein Rumäne und ein Schnibbler schickten die Gäste vom Inn mit einer derart humorlosen Tennisvorstellung nach Hause, dass vermutlich bereits über Mannschafts-Yoga zur Traumabewältigung nachgedacht wird.

In der ersten Einzelrunde betraten Gabriel und Simon den Platz zunächst noch mit der Dynamik einer Weinverkostung am Gardasee. Das obligatorische Trainingslager hatte offensichtlich gefehlt – vor allem Gabriel wirkte, als wäre der Weißweinpegel nach seinem Geburtstag noch nicht wieder vollständig im Idealbereich angekommen. Normalerweise konsumiert er Weißwein schließlich ungefähr so selbstverständlich wie andere Menschen Leitungswasser. Trotzdem fand er schnell in die Partie und spielte seinen Gegner mit druckvollen Grundschlägen und südländischer Gelassenheit schwindelig. Zwei Sätze, keine Diskussion.

Nebenan zeigte Kapitän Simon einmal mehr seine ganz eigene Interpretation von Bewegungstennis. Während andere Spieler laufen, bewegt sich Simon bevorzugt auf der Stelle – dafür aber mit maximaler Eleganz und einer Sonnenbrille, die irgendwo zwischen ATP-Tour und Après-Ski pendelt. Seine Spezialität: Slice auf beiden Seiten. Warum mit Topspin arbeiten, wenn man dem Gegner auch konsequent jeden Spielrhythmus zerstören kann? Trotz offener Schulden bei Geburtstags- und Aufstiegsgetränken blieb er sportlich souverän und fuhr ebenfalls einen ungefährdeten Sieg ein.

In Runde zwei wurde es dann endgültig unerquicklich für die Gäste. Patrick – unangenehmer Linkshänder und lebender Beweis dafür, dass Tennisspielen unter 180 Minuten körperlich völlig machbar ist – ließ seinem Gegner kaum Luft zum Atmen. Da das Match erfreulich kurz blieb, traten auch keine konditionellen Warnsignale auf. Mit fiesen Winkeln, linkshändiger Boshaftigkeit und stoischer Ruhe kontrollierte er die Partie nach Belieben.

Auf dem Nebenplatz glänzte Lukas mit einer Mischung aus Kunst und Körperverletzung. Seine einhändige Rückhand war fast noch ästhetischer als seine Tattoos, und der Wilson Blade hielt ihn zuverlässig im Match wie Excalibur einen Ritter. Mit seiner beneidenswert hellen Haut reflektierte er zusätzlich gefühlt die halbe Sonne zurück Richtung Gegner. Auch hier: klarer Sieg, wenig Mitleid. Viva Austria!

Doch die Herren 30 hatten noch nicht genug. In den Doppeln wurde weiter gnadenlos durchgezogen. Patrick und Lukas spielten sich derart souverän durch ihr Match, dass Beobachter kurzzeitig glaubten, ein österreichisches Davis-Cup-Duo trainiere undercover in Bad Tölz. Gabriel und Simon präsentierten parallel eine experimentelle Mischung aus Topspin, Slice und Schlägerhaltungen, die entfernt an Volleys erinnerten – wenn auch eher im theoretischen Sinn. Tennisästheten sprechen bereits von einer neuen Stilrichtung zwischen „kontrolliertem Chaos“ und „athletischer Arbeitsverweigerung“.

Am Ende stand ein makelloser Saisonstart ohne Satzverlust. Der ASV Rott durfte kurz vorbeischauen, ein bisschen leiden und wieder heimfahren. Nächste Woche geht’s weiter in Happing – und die Herren 30 reisen mit breiter Brust, ausreichend Slice und vermutlich immer noch offenen Getränkeschulden an.

U18 trotzt Verletzungspech – Überraschungscoup in Holzkirchen!

Mit eher mittelguter Personallage reiste die U18 zum Saisonauftakt nach Holzkirchen. Der Kader war aktuell ungefähr so fit wie ein Hobbyspieler am Tag nach dem Volksfest: Verletzungen und Krankheiten machten der Mannschaft ordentlich zu schaffen. Deshalb mussten mit Franz und Emmi sogar zwei U15-Spieler aushelfen. An dieser Stelle natürlich beste und vor allem schnelle Besserung an alle Ausfälle – die Saison ist noch lang und die Sonnencreme noch nicht leer!

Trotz aller schlechten Vorzeichen zeigte die Mannschaft dann aber genau die richtige Antwort auf dem Platz: kämpfen, laufen und überraschend viele Punkte einsammeln. Und plötzlich stand da tatsächlich ein Auswärtssieg auf dem Spielbericht.

Allen voran U15-Talent Franz: An Position 1 spielte er derart souverän auf, dass sein Gegner vermutlich schon beim Seitenwechsel überlegte, ob Tennis vielleicht doch nicht der richtige Sport ist. Mit einem knallharten 6:0, 6:1 setzte Franz direkt ein Ausrufezeichen.

Auch David zeigte starke Nerven und sicherte einen wichtigen Punkt für die Mannschaft. Katharina ließ ebenfalls nichts anbrennen und gewann ihr Match mit einer konzentrierten und starken Leistung.

Im Doppel wurde es dann noch einmal kompliziert: Weil am Ende nur noch drei Spieler einsatzfähig waren, musste ein Doppel kampflos abgegeben werden. Klingt erstmal ungünstig – wäre da nicht das Duo Franz & David gewesen. Die beiden kämpften um jeden Ball, hielten dem Druck stand und holten den entscheidenden Punkt zum umjubelten Gesamtsieg.

Fazit: Ersatzgeschwächt, dezimiert und trotzdem gewonnen – genau so schreibt man die schönsten Geschichten.

Herren 50 weiter auf Sinnsuche – Der Berg war zu hoch, Hoffnung lebt trotzdem

Auch im ersten Heimspiel der Saison wollte für die Herren 50 noch keine große Tennisparty aufkommen. Unter strenger Beobachtung von Clubpräsident und Edel-Zuschauer Klaus „Achilles“ Niesen setzte es gegen den MTV Berg eine 2:7-Niederlage. Klaus selbst konnte verletzungsbedingt nur zuschauen – kommentierte das Geschehen dafür aber ungefähr alle 30 Sekunden mit medizinischer Präzision und gelegentlichem Kopfschütteln.

Besonders bitter: Diesmal fehlte auch die emotionale und vermutlich leistungssteigernde Unterstützung der Herren 55. Ohne deren lautstarke Nebenplatz-Kommentare wirkte die Mannschaft phasenweise fast seriös.

Dafür gab es zwei besondere Comebacks beziehungsweise Premieren: Michi „Topspin“ Gruber absolvierte sein erstes Punktspiel in diesem Jahrtausend. Und man muss sagen: Die jahrzehntelange Matchpause hat ihm offensichtlich nicht geschadet. Mit jeder Menge Spin, Spielwitz und vermutlich leicht verdrängter Nervosität holte er direkt einen starken Einzelsieg. Nach dem Match erklärte er trocken: „Eigentlich hat sich nix verändert – außer die Knie.“

Den zweiten Punkt sicherte Andi „Wadenmuskel“ Braun, der einmal mehr bewies, dass man mit solidem Tennis und funktionierender Wade im Herren-50-Bereich schon sehr weit kommt. Sein Gegner jedenfalls hatte irgendwann sichtbar keine Lust mehr auf lange Ballwechsel.

Besonders bitter verlief der Nachmittag für Mannschaftsführer Lars Strate. Nach großem Kampf musste er sich erst im Matchtiebreak mit 6:10 geschlagen geben. Die Analyse danach fiel knapp aus: „Zwei, drei Bälle anders und ich hätt trotzdem verloren – aber knapper.“

Auch Stefan „a Schwob“ Kolb schnupperte am Punktgewinn. Für ihn ist Tennis bekanntlich weniger ein Punktesport als vielmehr ein kontrolliertes Fehlerproduktionsverfahren. Nach einem starken zweiten Satz (woher kam überhaupt die mentale Stärke) fehlten beim 3:6, 6:7 nur wenige Punkte zum Matchtiebreak. Stefan selbst nahm es sichtlich ungelassen: „Ich hob wenig Punkte gmacht, dafür fui Fehler.“

Vor den Doppeln war damit tatsächlich noch alles drin. Mit Magnus „Beid-Hand“ Auer und Volker kamen zwei frische Kräfte ins Team. Vor allem Magnus begeisterte erneut mit seiner kompromisslosen Philosophie, wirklich jeden Schlag beidhändig spielen zu können – ob nötig oder nicht.

Doch am Ende behielten die Gäste in allen drei Doppeln die Oberhand. Mal fehlte das Quäntchen Glück, mal das Timing und gelegentlich vermutlich auch die Sauerstoffversorgung nach längeren Ballwechseln.

Damit müssen die Herren 50 die Liga nun wohl von hinten aufrollen. Die nächste Gelegenheit dafür gibt’s kommende Woche in Stockdorf. Und wie man im Team inzwischen sagt: „Hinten raus wird’s spannend.“

Herren 55 eröffnen Mission Wiederaufstieg – Wellnessurlaub in Bad Griesbach abgesagt

Nach dem unglücklichen Abstieg ist das Ziel der Herren 55 in dieser Saison glasklar: direkter Wiederaufstieg in die Bayerliga. Und zum Auftakt machten die Mannen um Captain Martin Festerling direkt deutlich, dass sie keine Lust auf ein weiteres Jahr tieferklassiges Tennis haben.

Beim Auswärtsspiel in Bad Griesbach war an Reha, Wellness oder entspannte Thermalbäder jedenfalls nicht zu denken. Stattdessen wurde mit einem gnadenlosen 7:0-Auswärtssieg alles abgeräumt, was sich auf der anderen Netzseite bewegte.

Besonders erbarmungslos unterwegs: Jürgen „Schäffi“ Schäffenacker. Nach einem starken ersten Satz zwickte es plötzlich beim Gegner derart, dass der zweite Durchgang direkt abgegeben wurde. Schäffi selbst sprach anschließend von „sauber dosierter Belastungssteuerung“.

Für Furore sorgte auch Herren-55-Debütant Christian „mit dem Alter immer besser – wie Rotwein“ Stockhaus. In zwei umkämpften Sätzen zeigte er Nervenstärke, Übersicht und vermutlich mehr Laufruhe als so mancher Mittelklassewagen auf der Autobahn. Ein Einstand nach Maß.

Markus „das T in Theil steht für Tausendsassa“ Theil überzeugte ebenfalls auf ganzer Linie. Der Kommentator, Nachwuchs-Podcaster und Teilzeit-Tennisästhet spielte so souverän auf, dass man fast glauben konnte, die Brille trage heute ausschließlich der Gegner (Ergebnis 6:0 6:0)

Captain Martin „Herren 55 ist entspannter wie H50“ Festerling ließ in seinem Match ebenfalls nichts anbrennen und fuhr einen klaren Sieg ein. Offenbar tut die neue Altersklasse nicht nur der Stimmung, sondern auch dem Tennis gut.

Für den größten Spannungsbogen des Tages sorgte Carlo „wenn ma scho so weit fahr’n, dann spui i a lang“ Johann. Während andere ihre Matches zügig beendeten, wollte Carlo den Ausflug nach Niederbayern maximal auskosten. Nach packendem Matchtiebreak stand am Ende ein verdientes 10:5 – und vermutlich die längste Pulsbelastung des Tages.

Auch in den Doppeln kannten unsere Herren keinerlei Gnade. Mit den eingespielten Duos Jürgen/Markus sowie Christian/Martin wurde noch einmal ernst gemacht. Das Ergebnis kennt ihr bereits: 7:0! Keine Punkte, keine Sätze, keine Geschenke.

Kommendes Wochenende wartet an der Allgaustraße mit dem TC Topspin allerdings eine echte Bewährungsprobe. Die Mission Wiederaufstieg läuft – aber jetzt wird’s spannend.