Damen I verlieren verrückten Tennis-Krimi in Oberhausen denkbar knapp
Es gibt diese Tage im Tennis, an denen der Taschenrechner plötzlich mehr Emotionen auslöst als der Matchball selbst. Genau so einen erwischten die Damen I des TC Rot-Weiß Bad Tölz beim Auswärtsspiel in Oberhausen.
Am Ende stand zwar eine 4:5-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen – doch wer genauer hinschaute, musste zweimal lesen: 11:10 Sätze und sogar 82:81 Spiele für Bad Tölz. Mit anderen Worten: Die Tölzerinnen spielten eigentlich mehr Tennis, gewannen mehr Tennis und verloren trotzdem. Wahrscheinlich eine dieser mathematischen Besonderheiten, die nur der Tennissport hervorbringen kann.
Auf den Spitzenpositionen lieferten Ivonne und Larissa zwei hochklassige und nervenaufreibende Matches. Beide kämpften bis in den Matchtiebreak, beide waren ganz nah dran – und beide mussten sich am Ende hauchdünn geschlagen geben. Tennis kann manchmal grausam sein. Oder wie man in Tölz sagt: „Des is scho a bissl frech.“
Deutlich entspannter machten es dagegen die Clubmeisterinnen Ivana und Marion. Mit viel Spielwitz, cleveren Lösungen und der Ruhe erfahrener Tenniskünstlerinnen kontrollierten beide ihre Einzel souverän und holten wichtige Punkte für die Tölzerinnen. Besonders sehenswert: Einige Ballwechsel wirkten weniger wie Punktspiele und mehr wie kleine Tennisvorlesungen für Fortgeschrittene.
Auch Comebackerin Jana zeigte eine starke Leistung. Offenbar hat sie in ihrer Pause heimlich weiter trainiert – oder zumindest sehr überzeugend davon geträumt. Mit einem klaren 6:2, 6:2 ließ sie ihrer Gegnerin kaum Chancen und sicherte einen weiteren Punkt für Bad Tölz.
Für Neuling Laura lief das Einzel dagegen noch etwas holprig. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase und ein paar verständlichen Roststellen musste sie sich geschlagen geben. Doch wer dachte, sie würde deshalb den Kopf hängen lassen, hatte die Rechnung ohne das Doppel gemacht.
Denn dort drehte Laura gemeinsam mit Jana richtig auf. In einem packenden Thriller mit langen Ballwechseln, engen Spielen und emotionalen Höhenflügen behielten die beiden in den entscheidenden Momenten die Nerven und gewannen mit 7:5 und 7:6. Spätestens danach war auch der letzte Rost endgültig abgeschüttelt.
Larissa und Ivana hatten im Einserdoppel dagegen leider das Nachsehen. Gegen starke Gastgeberinnen fanden die beiden nie so richtig ihren Rhythmus und mussten sich mit 2:6 und 2:6 geschlagen geben.
Damit musste das letzte Doppel zwischen Ivonne und Marion die Entscheidung bringen – und natürlich entwickelte sich genau daraus das Drama, das alle erwartet hatten. Der erste Satz ging knapp mit 6:4 an Bad Tölz, ehe Oberhausen mit einem 6:2 zurückschlug. Also Matchtiebreak. Natürlich. Weil es an diesem Tag offenbar keine einfachen Lösungen geben durfte.
Dort hatten die Gastgeberinnen schließlich mit 10:6 das bessere Ende für sich und sicherten sich den Gesamtsieg. Für die Tölzerinnen blieb eine denkbar knappe Niederlage – und die Erkenntnis, dass man manchmal fast alles richtig machen kann und trotzdem ohne Happy End nach Hause fährt. Immerhin: Rein statistisch fühlte es sich fast wie ein Sieg an.
Damen II stürmen mit zweitem Sieg an die Tabellenspitze
Zweites Spiel, zweiter Sieg, Tabellenführung – die Damen II des TC Rot-Weiß Bad Tölz entwickeln sich langsam aber sicher zur Überraschungsband der Liga. Mit einem starken 4:2-Auswärtssieg in Waldram setzte die Mannschaft ihren perfekten Saisonstart fort und grüßt pünktlich über Pfingsten von ganz oben. Vermutlich wird dort inzwischen schon überlegt, ob man die Tabelle vorsichtshalber laminieren lassen sollte.
Für das emotionalste Comeback des Tages sorgte Jodi Strohmeier. Nach über einem Jahr Pause meldete sie sich direkt auf Position 1 zurück – ein bisschen so, als würde man nach langer Sportpause direkt wieder einen Halbmarathon laufen. Und tatsächlich: Die Vorhand krachte vom ersten Ballwechsel an derart beeindruckend über den Platz, dass die Zuschauer kurzzeitig über Gehörschutz nachdachten. Leider hielt die Kondition nicht ganz mit der Schlaghärte Schritt. Während die Vorhand also weiter fröhlich Winner produzierte, meldeten sich Beine und Lunge irgendwann kollektiv ab. Am Ende stand eine 3:6, 2:6-Niederlage – aber auch die Erkenntnis, dass da in den kommenden Wochen noch einiges zu erwarten ist.
Auf den Positionen 2 und 3 folgte dann der große „Sister Act“. Laura und Julia spielten sich mit bemerkenswerter Ruhe und Konstanz durch ihre Einzel und gewannen jeweils souverän in zwei Sätzen.
Die deutlichste Ansage des Tages lieferte allerdings Katharina auf Position 4. Mit einem gnadenlosen 6:0, 6:0 verteilte sie eine sogenannte „Brille“ – im Tennis ungefähr die höfliche Version eines sportlichen Erdbebens. Ihre Gegnerin durfte sich zwar über einige schöne Ballwechsel freuen, Punkte auf der Anzeigetafel blieben dagegen absolute Mangelware.
Damit fehlte nach den Einzeln nur noch ein Punkt zum Gesamtsieg. Und genau den sicherten Julia und Katharina im zweiten Doppel. Mit starkem Teamwork, guter Stimmung und sehenswertem Tennis machten die beiden den Sack zu und verwandelten den Ausflug nach Waldram endgültig in eine kleine Tölzer Festveranstaltung.
Mit zwei Siegen aus zwei Spielen setzt sich die Mannschaft nun an die Tabellenspitze – und darf dort über die Pfingsttage völlig verdient die Aussicht genießen.
Herren II bleiben Derby-Könige – Tabellenführung nach nächstem Sieg gegen Lenggries
Nächstes Derby, nächster Sieg, nächste Tabellenführung: Die Herren II des TC Rot-Weiß Bad Tölz bleiben in dieser Saison weiterhin das sportliche Schreckgespenst des LTC. Mit einem souveränen 5:1-Erfolg am oberen Isar-Lauf unterstrichen die Tölzer eindrucksvoll ihre starke Frühform – und langsam dürfte man in Lenggries beim Blick auf den Spielplan leichte Schnappatmung bekommen, sobald irgendwo „Bad Tölz“ auftaucht.
Bereits auf Position 1 setzte Max Koch ein frühes Ausrufezeichen. Stilvoll mit dem Radl angereist, forderte er direkt den Clubpräsidenten der Gastgeber heraus. Dieser machte zwar vieles richtig, spielte clever und kämpfte tapfer – nur leider nie die entscheidenden Punkte. Max dagegen lief und lief, spielte und spielte und gewann am Ende mit 6:0 und 6:1. Hoffentlich kein schlechtes Omen für die nächsten Vorstandswahlen in Lenggries.
Auch Patrick „Daddy“ Meister präsentiert sich aktuell in absoluter Topform. In Erwartung des nächsten Nachwuchses scheint er sportlich irgendwo zwischen Jungbrunnen und zweitem Frühling angekommen zu sein. Mit einem souveränen 6:3 und 6:1 kontrollierte er sein Match nahezu durchgehend. Immer wenn es einmal enger wurde, spielte Patrick plötzlich genau die Bälle, die weh tun – sportlich natürlich.
Etwas unglücklich verlief dagegen das Einzel von Janik auf Position 3. In beiden Sätzen startete er zu passiv und lag jeweils früh mit 0:4 zurück. Danach kämpfte er sich zwar eindrucksvoll zurück ins Match, doch der Rückstand war letztlich zu groß. Trotz großem Einsatz stand am Ende ein 4:6, 4:6 auf dem Spielberichtsbogen.
Für den emotionalsten Auftritt des Tages sorgte allerdings Nachwuchstalent Niklas „Niki“ Brand bei seinem allerersten Medenspiel. Der jüngere und athletischere der Brand-Brüder wirkte nach dem Einspielen noch beneidenswert entspannt: „Also Jungs, ich bin heute gar nicht nervös.“ Vier Doppelfehler in den ersten beiden Aufschlagspielen später – fairerweise begleitet von einigen spektakulären Winnern – war diese Aussage zumindest diskussionswürdig geworden.
Doch Niki fing sich schnell. Die Vorhand wurde teilweise eher geschoben als geschlagen, die Rückhand blieb phasenweise vorsichtshalber im Ruhemodus, aber alles stets bei vollem Bewusstsein. Und spätestens nach dem gewonnenen ersten Satz fielen sämtliche Hemmungen. Nach kurzen Schwierigkeiten zu Beginn des zweiten Durchgangs spielte er plötzlich erstaunlich souverän auf und sicherte sich mit 6:3 und 6:4 direkt seinen ersten Medenspielsieg. Die Tölzer Bank schwankte irgendwo zwischen Stolz und leichter Verwunderung. Selbst der angereiste Starnberger Merkur suchte verzweifelt noch Platz im Lokalsportteil.
Traditionell darf sich der Neuling bei den Herren anschließend seinen Doppelpartner aussuchen. Dass überhaupt noch Doppel gespielt werden, wurde Niki allerdings erst nach der ein oder anderen Hopfenkaltschale bewusst. Die Wahl fiel natürlich auf Dauerläufer Max – man möchte sich ja auch mal ein bisschen ausruhen. Die Taktik ging voll auf: Mit einem souveränen 6:2 und 6:3 holten die beiden den entscheidenden vierten Punkt.
Den Schlusspunkt setzte schließlich das erfahrene „PielMeister“-Doppel Matze und Patrick. Nach frühem 0:2-Rückstand wirkten die beiden kurz wachgerüttelt und spielten danach nahezu fehlerlos auf. Das Ergebnis: 6:2, 6:0 und ein insgesamt hochverdienter 5:1-Auswärtssieg.
Und obwohl die Tölzer den Nachbardörflern sportlich erneut ordentlich zugesetzt hatten, wurde anschließend bei bestem Abendwetter gemeinsam gegrillt, gelacht und angestoßen. So gehört sich ein Derby eben – erst auf dem Platz schenken sich beide Teams nichts, danach gibt’s Würstl & Fleisch und guade Stimmung.
Herren I feiern ersten Sieg nach Aufstieg – Linse pünktlich, Rau unsterblich und Peppi zurück
Nach der denkbar knappen Niederlage zum Saisonauftakt haben unsere Herren I nun den ersten Sieg nach dem Aufstieg in die Südliga 2 gefeiert. Bei kühlem, aber immerhin trockenem Wetter bezwang die Mannschaft zuhause den TSV 1860 Rosenheim IV souverän mit 7:2 – und zeigte dabei einmal mehr, wie breit und verrückt gut der Tölzer Kader inzwischen aufgestellt ist.
Gleich vier neue Spieler standen im Vergleich zur Vorwoche auf dem Platz. Bereits beim Treffpunkt sorgte Vereinslegende und Rückkehrer Stefan „Linse“ Linseisen für die erste Sensation des Tages: Er war pünktlich aus dem Bett gekommen. Damit hatte im Vorfeld ungefähr niemand gerechnet. An der Farbwahl seiner Sportkleidung wird in den kommenden Wochen zwar noch gearbeitet, spielerisch dagegen war das bereits ganz großes Kino.
In seinem Einzel demonstrierte Linse eindrucksvoll, warum manche seine Vorhand als die gefährlichste Waffe im Oberland bezeichnen. Mit all seiner Routine, viel Spielwitz und Vorhänden, die teilweise wie unfreundliche Naturereignisse wirkten, gewann er souverän mit 6:1 und 6:1. Der Gegner wusste stellenweise nicht, ob er verteidigen oder in Deckung gehen sollte.
Auch Tobi „heut war Jackenwetter“ Meier zeigte sich nach seinem zweiwöchigen Erholungsurlaub – offiziell wegen Magen-Darm, „ja pfui deife!“ – bestens regeneriert. Mit gewohnt flachem Spiel und maximaler Effizienz gewann er ungefähr so unspektakulär wie dominant mit 6:1 und 6:2. Wer zusah, hatte zeitweise das Gefühl, Tobi würde das Match einfach im Energiesparmodus runterspielen.
Simon „ich fühl mich hier wie 25“ Rau bewies einmal mehr, dass Alter im Tennis offenbar nur eine Zahl ist. Zwar gilt er inzwischen offiziell als Oldie der Mannschaft, doch spätestens als sich sein 21 Jahre jüngerer Gegner voller Erstaunen über Simons Fitness beinahe ehrfürchtig auf die Knie warf, war allen klar: Hier geht heute was. Nach großem Kampf gewann Simon mit 6:3, 6:7 und 10:7. Oder wie man in der Mannschaft inzwischen sagt: Wo Rau ist, ist oben.
Gerald war mit zwei Siegen aus der Vorwoche angereist und schien zunächst nahtlos daran anzuknüpfen. Das 6:2 im ersten Satz war schnell eingetütet, doch danach ging plötzlich gar nichts mehr. Beim 0:6 und 2:10 im Matchtiebreak wurde allerdings schnell klar: Das war kein Einbruch, sondern professionelles Kräftesparen für die wichtigen Doppel. Taktisch absolut nachvollziehbar.
Auch Stefan „D-Train“ Dik war diesmal eher als gemütliche Bummelbahn unterwegs. Gegen einen nahezu fehlerfreien Gegner kämpfte er sich im zweiten Satz zwar nochmals heran, blieb beim 1:6 und 4:6 letztlich aber ohne zählbaren Erfolg. Selbst ein D-Train hat eben gelegentlich Verspätung.
Und dann war da noch Manu auf Position 6. Man muss wissen: Als Sohn des Präsidenten hat man es in einer Tennismannschaft nicht leicht. Ständig muss man sich Wünsche, Sorgen und vor allem Ideen für gesponserte Mannschaftsfeste anhören – und nebenbei soll man auch noch konzentriert Tennis spielen. Papa Klaus wachte selbstverständlich aufmerksam über seine Schäfchen, doch diesmal erhob sich der Sohnemann selbst. Nach verlorenem ersten Satz wurde die Taktik leicht angepasst: Die Bälle sollten künftig bevorzugt innerhalb der Linien landen. Der Plan ging überraschend gut auf. Mit 6:3 glich Manu aus und spielte anschließend einen bemerkenswert souveränen Matchtiebreak. Vom berüchtigten Niesner-Nervenkostüm war beim verdienten 10:8 nichts mehr zu sehen.
Mit der 4:2-Führung nach den Einzeln fehlte nur noch ein Doppelsieg. Tobi und Linse wurden dafür ins Einserdoppel geschickt. Dort schien Linse zeitweise deutlich mehr von Tobis langen Vereinsjacke irritiert als von den Gegnern selbst. Tennis gespielt wurde trotzdem – und zwar ziemlich erfolgreich. Mit 6:4 und 6:1 holten die beiden souverän den entscheidenden fünften Punkt.
Im zweiten Doppel feierte schließlich Giuseppe „Peppi“ Zapplarapp nach 15 Monaten Pause und überstandenem Kreuzbandriss sein emotionales Comeback bei den Herren I. Aufschläge wie Kanonenkugeln, ein starkes Auge am Netz und in Simon einen erstklassigen Partner – mehr brauchte es nicht. Mit 6:3 und 6:2 behielten Sie die Oberhand.
Den hochverdienten 7:2-Gesamtsieg perfekt machten schließlich Gerald und Manu im letzten Doppel. Gerald profitierte dabei sichtbar davon, im Einzel zuvor äußerst vorausschauend Kräfte gespart zu haben, während Manu an diesem Tag ohnehin nichts mehr aus der Ruhe bringen konnte – nicht einmal das plötzliche Erscheinen der „First Lady“ des Tennisclubs, also seiner Mom, am Platzrand. Für gewöhnlich schwankt Manus Nervenkostüm in solchen Situationen ungefähr zwischen Kreisklasse und French Open Halbfinale, diesmal blieb er jedoch erstaunlich stabil.
Mit viel Ruhe, starken Ballwechseln und ungewohnt wenig Chaos spielten sich die beiden zu einem souveränen 6:4, 6:4-Erfolg. Das eigentlich Bemerkenswerte passierte allerdings erst danach: Ohne Matchtiebreak standen Gerald und Manu nach dem Sieg kurz etwas orientierungslos auf dem Platz. Keine Nervenkrise, kein dramatisches Zittern, kein 10:8-Finish – beide wussten gar nicht so recht, wohin mit sich. Man munkelt, sie hätten vorsichtshalber trotzdem noch überlegt, ob man nicht freiwillig einen Matchtiebreak anhängen sollte.
Die Herren I zeigen damit eindrucksvoll, dass sie in der Südliga angekommen sind – und dass in dieser Mannschaft offenbar wirklich jeder jederzeit für Unterhaltung, Chaos oder Punkte sorgen kann.
Herren 70 trotzen in Vilsbiburg tapfer dem Ligafavoriten
Die Herren 70 des TC Rot-Weiß Bad Tölz bleiben weiterhin die zweithöchste Mannschaft des Vereins – und beweisen damit Woche für Woche, dass Erfahrung, Spielwitz und eine gute Portion Sturheit im Tennis mindestens genauso wichtig sein können wie jugendliche Spritzigkeit.
Nachdem das erste Saisonspiel wetterbedingt unterbrochen werden musste und erst zu einem späteren Zeitpunkt fertiggespielt wird, führte die erste vollständige Auswärtsreise die Tölzer direkt zu einem der großen Ligafavoriten nach Vilsbiburg. Eine Aufgabe also ungefähr so angenehm wie ein Berglauf in Skischuhen.
Doch die Tölzer ließen sich davon keineswegs einschüchtern. Vor allem Starspieler Franz Prexl zeigte einmal mehr seine ganze Klasse. Nach souverän gewonnenem ersten Satz entwickelte sich im zweiten Durchgang ein echter Abnutzungskampf mit langen Ballwechseln und engen Spielen. Während andere in diesem Alter vielleicht gemütlich Kreuzworträtsel lösen, fightete sich Franz mit beeindruckender Ruhe und Cleverness zum 6:2, 7:5-Erfolg. Besonders im zweiten Satz bewies er starke Nerven und ließ seinen Gegner immer dann laufen, wenn dieser gerade dachte, jetzt selbst die Kontrolle übernommen zu haben.
Bei den übrigen Einzeln war für Wolfgang, Helmut und Franz dagegen leider wenig zu holen. Die Gastgeber spielten äußerst konstant auf und ließen den Tölzern nur selten Luft zum Durchatmen. Alle drei Einzel gingen in zwei Sätzen an die Hausherren.
Auch in den Doppeln wehrten sich die Tölzer nach Kräften. Franz Prexl und Werner zeigten dabei eine starke Leistung und holten mit viel Übersicht, Routine und sehenswertem Doppelspiel den zweiten Matchpunkt für Bad Tölz.
Im zweiten Doppel hatten Wolfgang und Helmut dagegen gegen starke Gastgeber das Nachsehen. Trotz großem Einsatz ging diese Partie klar an Vilsbiburg, womit die Begegnung insgesamt mit 4:2 für die Hausherren endete.
Auch wenn diesmal keine Überraschung gelang, zeigten die Herren 70 einmal mehr großen Einsatz und bewiesen, dass man sich gegen Favoriten keineswegs kampflos ergibt. Und spätestens auf der Heimfahrt dürfte ohnehin wieder analysiert worden sein, warum früher angeblich auf langsameren Plätzen und mit besseren Bällen gespielt wurde. Den ersten Saisonsieg peilen die Männer nun nach den Pfingstferien gegen Zolling an.