Aufstiege veredelt – Herren II & Herren 55 spielen perfekte Saisons ++ ++ Herren 50 schaffen Klassenerhalt++ Damen unterliegen in Dürnbach ++

Bayernliga? Mission erfüllt! Herren 55 krönen perfekte Saison mit Machtdemonstration

Sieben Spiele. Sieben Siege. 43:6 Matchpunkte. Wer nach einer Definition von Dominanz sucht, muss künftig nur noch einen Blick auf die Saisonbilanz unserer Herren 55 werfen. Der Aufstieg in die Bayernliga war zwar bereits vor dem letzten Spieltag in trockenen Tüchern, doch gegen den SC Baldham-Vaterstetten wollte niemand mit angezogener Handbremse ins Ziel rollen. Das Ergebnis? Ein standesgemäßes 7:0, das allerdings deutlich knapper war, als es das Endergebnis vermuten lässt.

An Position eins zeigte Jürgen einmal mehr, warum er in dieser Saison praktisch unantastbar war. Nach einem glasklaren 6:0 ließ sein Gegner zwar noch einmal Hoffnung aufkeimen – allerdings nur, um anschließend verletzt aufgeben zu müssen. Jürgen hatte bis dahin ohnehin keinen Zweifel daran gelassen, wer auf diesem Platz das Sagen hatte.

Christian sorgte anschließend für den Nervenkitzel des Tages. Zum ersten Mal in dieser Saison schien eine Einzelniederlage tatsächlich möglich. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte er sich mit unbändigem Willen zurück, biss sich in jede Rallye und verwandelte den Match-Tiebreak nach einem echten Krimi mit 12:10. Wer dachte, Christian würde ausgerechnet am letzten Spieltag seine weiße Weste verlieren, wurde eines Besseren belehrt.

Auch Markus schien zunächst auf dem Weg zu einem Spaziergang. Ein furioses 6:0 im ersten Satz ließ den Vormittag nach Kurzarbeit aussehen. Doch sein Gegner fand plötzlich die Ideallinie, spielte mutiger und machte aus einer einseitigen Partie einen offenen Schlagabtausch. Markus musste tief in die Trickkiste greifen, blieb aber cool, als es darauf ankam, und brachte den zweiten Satz mit 7:5 ins Ziel.

Mittlerweile scheint Martin Tiebreaks nicht mehr nur zu mögen – er sucht sie regelrecht. Nach einem hochklassigen ersten Satz behielt er im Tiebreak die besseren Nerven, spielte anschließend ebenso konzentriert weiter und machte mit 7:6, 6:4 den nächsten Einzelpunkt perfekt.

Den Schlusspunkt der Einzel setzte Andi, der sich im letzten Saisonspiel noch einmal von seiner besten Seite präsentierte. Mit variantenreichem Tennis, cleverem Spielaufbau und der nötigen Geduld kontrollierte er die Partie und ließ seinem Gegner beim 6:4, 6:3 kaum eine echte Chance.

Damit war die Begegnung bereits entschieden. Die Doppel wurden anschließend kampflos den Tölzern überlassen – der perfekte Abschluss eines perfekten Nachmittags.

Besonders beeindruckend ist die Bilanz der Tölzer Erfolgsgaranten: Jürgen, Markus und Christian blieben über die gesamte Saison ohne einen einzigen Matchverlust und kommen gemeinsam auf die schier unglaubliche Bilanz von 37:0. Zahlen, die selbst Statistik-Fans zweimal hinschauen lassen.

Der Lohn für eine makellose Saison: Bayernliga 2027! Doch wer glaubt, dass man sich in Bad Tölz jetzt entspannt zurücklehnt, kennt die Mannschaft schlecht. Hinter den Kulissen laufen bereits die ersten Gespräche über mögliche Verstärkungen. Schließlich möchte man in Bayerns höchster Spielklasse nicht nur mitspielen – sondern auch dort für Furore sorgen. 

Ungeschlagen! Herren II feiern Meisterschaft mit perfekter Saison und jeder Menge Geschichten für die Ewigkeit

Perfekte Saison? Kann man machen. Sechs Spiele, sechs Siege, Meisterschaft, Aufstieg in die Südliga 5 – die Herren II haben in diesem Sommer eindrucksvoll bewiesen, dass Tabellen nicht diskutieren. Während andere Mannschaften bis zum letzten Spieltag nervös Tabellenrechner bemühten, war die Meisterschaft für die Tölzer bereits längst eingetütet. Gegen Bayrischzell gab es zum Abschluss noch ein standesgemäßes 5:1, damit auch wirklich niemand auf die Idee kommt, diese Saison sei Zufall gewesen.

Den Anfang machte Michi, der endgültig den wissenschaftlichen Beweis erbracht hat, dass Tennis tatsächlich wie guter Rotwein funktioniert. Je älter die Saison wurde, desto besser wurde sein Spiel. Sein Gegner brachte alles mit, was junge Menschen heutzutage auszeichnet: schnell, beweglich, fit und vermutlich mit deutlich weniger Rücken-, Knie- und Nackenproblemen. Michi konterte mit Erfahrung, Winkel, Übersicht und vermutlich dem Wissen, wo der Gegner den nächsten Ball noch gar nicht erwartet. Nach einem nervenaufreibenden Match-Tiebreak machte er mit 10:4 den Deckel drauf. Jugend ist eben schön – Erfahrung gewinnt trotzdem.

Fabio feierte anschließend sein erstes Einzel seit September 2024. Manche brauchen nach so langer Pause ein paar Ballwechsel zum Reinkommen. Fabio bekam stattdessen direkt einen Gegner serviert, der offenbar vergessen hatte, dass auf der anderen Seite jemand nach über einem Jahr Einzelpause stand. Jung. Beweglich. Agil. Schnell. Und leider auch verdammt gut. Fabio kämpfte tapfer, doch am Ende musste er sich 3:6, 1:6 geschlagen geben.

An Position drei zeigte Domi, dass Leistungsklassen manchmal ungefähr so aussagekräftig sind wie Horoskope. Verletzungen hier, Urlaub dort – die LK war im Laufe des Jahres zwar in Regionen unterwegs, die seiner tatsächlichen Spielstärke nicht gerecht wurden. Gegen Bayrischzell stellte er die Weltordnung aber wieder her. Mit druckvollen Grundschlägen, sehenswerten Stopps und einer Gelassenheit, als hätte er nie etwas anderes gemacht, schickte er seinen Gegner mit 6:1, 6:2 wieder auf die Bank.

Auf Position 4 – Janik. Oder besser gesagt: Janik und der erste Satz. Wer zufällig vorbeispazierte, konnte beobachten, wie Kinder vom Jugendtraining nach Hause gingen, die Plätze abgezogen wurden und vermutlich irgendwo schon die Abendbrotzeit begann – der erste Satz lief trotzdem noch. Mit stoischer Ruhe und der Geduld eines Mönchs gewann Janik den Tiebreak 7:6. Nach knapp drei Stunden Tennis bei hochsommerlichen Temperaturen war auch der zweite Satz mit 6:4 im Sack. Die Fitnessuhr dürfte anschließend um eine Gehaltserhöhung gebeten haben.

Mit der Entscheidung im Rücken wurde in den Doppeln munter rotiert. Luis, die Nachwuchshoffnung der Herren, durfte gemeinsam mit seinem Bruder im Einserdoppel ran. Die Rollenverteilung war schnell klar: Janik blieb die Ruhe selbst, während Luis jeden Ball behandelte, als hätte er ihm persönlich etwas angetan. Kontrolle trifft Explosivität – das funktionierte hervorragend. Ein ungefährdeter Zweisatzsieg war die logische Folge.

Im zweiten Doppel bekam Fabio genau den Partner, den man sich nach einem schwierigen Einzel wünscht. Einen Mann mit Nerven aus Stahl. Einen Ruhepol. Einen, der jeden Ball erlaufen würde, selbst wenn er eigentlich schon auf dem Nachbarplatz gelandet wäre. Kurz gesagt: Max (M- Malocher , A- Ausdauer, X-  Xtreme). Während Fabio mutig draufhielt, räumte Max hinten alles weg, was sich bewegte. Das Ergebnis? Ein gnadenloses 6:1, 6:0, bei dem die Gegner zwischenzeitlich vermutlich überlegten, ob sie nicht doch lieber auf Pickleball umsteigen sollten.

Am Ende stand ein souveränes 5:1, der sechste Sieg im sechsten Spiel, die Meisterschaft und der hochverdiente Aufstieg in die Südliga 5. Eine Saison ohne Ausrutscher, ohne Rechenspiele und ohne Zweifel.

Bleibt eigentlich nur eine Frage offen: Gibt es in der Südliga 5 schon genügend Tennisbälle – oder müssen die Gegner erst einmal lernen, wie man gegen diese Truppe überhaupt Punkte macht? 🎾🏆

Damen I ärgern den Meister – starker Kampf zum Saisonabschluss

Zum Saisonfinale führte die Reise unserer Damen I ausgerechnet zum frischgebackenen Meister nach Dürnbach. Bei angenehmen Temperaturen und einem Wetter, das sich zwischen leichtem Nieselregen und „Das geht schon noch“ nicht so recht entscheiden konnte, mussten die Tölzerinnen zudem einige Ausfälle verkraften.

Davon ließ sich die Mannschaft allerdings nicht beeindrucken. In den Einzeln wurde dem Meister das Leben alles andere als leicht gemacht. Theresa und Laura bewiesen starke Nerven und entschieden ihre Krimis jeweils im Matchtiebreak für sich. Jodi zeigte ebenfalls große Moral: Nach verlorenem ersten Satz schien ihr Match gerade richtig Fahrt aufzunehmen, ehe sich ihre Gegnerin am Sprunggelenk verletzte und aufgeben musste. Von dieser Stelle aus wünschen wir natürlich gute und schnelle Besserung!

Auch Inge, Larissa und Julia verkauften sich hervorragend. Julia kämpfte sich sogar bis in den Matchtiebreak, musste sich dort aber ebenso geschlagen geben wie ihre beiden Teamkolleginnen. So stand nach den Einzeln ein leistungsgerechtes 3:3 – alles war noch möglich.

Für die Doppel zog Dürnbach dann allerdings noch einen kleinen Joker aus dem Ärmel und brachte eine neue Nummer zwei ins Rennen. Die Tölzerinnen wechselten ihrerseits Jana für Theresa ein. Doch gerade im Doppel sind eingespielte Abläufe oft Gold wert – und genau dieser kleine Tick Abstimmung fehlte diesmal. Der Meister zeigte seine Klasse, gewann alle drei Doppel jeweils in zwei Sätzen und machte den 6:3-Heimsieg perfekt.

Auch wenn der Saisonabschluss damit verloren ging, können unsere Damen I auf eine ordentliche Spielzeit zurückblicken. Mit Platz fünf beendet das Team die Südliga 2 im gesicherten Mittelfeld.

Herren 50: Befreiungsschlag in Ramersdorf – Klassenerhalt mit Ansage 

Mission erfüllt! Unsere Herren 50 haben sich am letzten Spieltag doch noch den Klassenerhalt gesichert – und das auf die einzig vernünftige Art: Mit einem kompromisslosen 9:0-Auswärtssieg bei den bereits abgestiegenen Ramersdorfern. Leidtragende ist die zweite Mannschaft aus Großhesselohe, die auf den vorletzten Tabellenplatz rutschte. Manchmal muss man eben bis zur Ziellinie warten, bevor man den Sekt kaltstellt.

Für das große Finale wurde personell noch einmal tief in die Trickkiste gegriffen. Gleich zwei Martins verstärkten die Truppe: Martin Stange feierte nach langer Schulter-Odyssee sein Saisondebüt und bewies eindrucksvoll, dass man das Tennisspielen nicht verlernt. Unterstützung kam außerdem von Herren-55-Spieler Martin Festerling, der ebenfalls ohne größere Höflichkeiten kurzen Prozess machte. Beide gewannen ihre Einzel souverän in zwei Sätzen.

Auch Michi, Andi, Stefan und Andi Braun hatten offensichtlich keine Lust auf Nervenkitzel. Sie ließen ihren Gegnern kaum Luft zum Atmen und sorgten mit klaren Erfolgen dafür, dass der Klassenerhalt bereits nach den Einzeln in trockenen Tüchern war. Der Puls der mitgereisten Fans konnte sich also schon vor den Doppeln wieder im Normalbereich einpendeln.

In den Doppeln durfte dann Gerdi Maurus noch einmal ran. Mit seiner Einwechslung snackte er sich ganz entspannt ein paar zusätzliche LK-Punkte zusammen und kann sich nun wieder voll und ganz seinem wohlverdienten Pensionärsleben auf der Straße widmen – stets auf der Jagd nach dem nächsten Plausch, dem besten Cola und natürlich der perfekten Bank zum Sitzen.

Auch die übrigen Doppel wurden gewonnen, sodass am Ende ein makelloser 9:0-Erfolg auf der Anzeigetafel stand. Deutlicher kann man ein Ausrufezeichen zum Saisonabschluss kaum setzen.

Für die kommende Spielzeit lautet die Devise allerdings: Weniger auf Schützenhilfe von oben hoffen und stattdessen selbst für ausreichend Feuerkraft sorgen. Denn so spannend ein Happy End auch ist – ein bisschen weniger Drama würde den Nerven aller Beteiligten vermutlich ganz guttun.

U18 verabschiedet sich mit einem Krimi in die Sommerpause

Zum Saisonabschluss hatte unsere U18 noch einmal alles im Programm, was Tennis so spannend macht: starke Ballwechsel, enge Entscheidungen, Nervenkitzel – und leider das etwas glücklichere Ende für die Gäste aus Irschenberg.

Ohne ihre zuletzt bärenstarke Nummer 1 David musste die Mannschaft das letzte Heimspiel bestreiten. Dass die Truppe auch ohne ihren Punktegaranten ordentlich dagegenhalten kann, zeigte sie aber eindrucksvoll.

Nach den Einzeln war beim Stand von 2:2 noch alles offen. Katharina ließ ihrem Gegner in zwei souveränen Sätzen kaum eine Chance und bestätigte einmal mehr ihre starke Saison. Auch Jakob blieb cool, spielte konzentriert und steuerte den zweiten Einzelpunkt bei. Leo und Konsti kämpften beherzt, mussten sich ihren Gegnern am Ende aber geschlagen geben.

Also mussten die Doppel die Entscheidung bringen – und die hatten es in sich. Katharina und Leo lieferten sich einen echten Schlagabtausch, mussten sich aber nach drei umkämpften Sätzen denkbar knapp mit 5:7 im Entscheidungssatz geschlagen geben. Als wäre das nicht dramatisch genug, legten Konsti und Jakob noch einen drauf: Ihr Match wurde erst im Matchtiebreak entschieden, den die Gäste mit 10:7 für sich verbuchen konnten. Knapper hätte man den Saisonabschluss kaum gestalten können – außer man hätte noch das Flutlicht ausgehen lassen.

So stand am Ende zwar eine 2:4-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen. Nach einer langen und abwechslungsreichen Saison beendet unsere U18 die Spielzeit auf einem fünften Platz in der Südliga 4.