Doppelter Hitzetest zum Saisonfinale – U15 geht mit breiter Brust in die Sommerpause
Zwei Spiele in zwei Tagen, Temperaturen zum Eierbraten und jede Menge Tennis – unsere U15 hat zum Saisonabschluss noch einmal alles mitgenommen, was der Spielplan zu bieten hatte. Und eines steht fest: Als Aufsteiger hat die Mannschaft mächtig Eindruck hinterlassen. Fünfmal blieb das Team in sechs Begegnungen ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden), nur einmal musste man dem Gegner gratulieren. Die Abschlusstabelle ist wegen der hitzebedingten Spielverlegungen zwar noch nicht komplett, irgendwo zwischen Platz zwei und vier wird aber der Name des TC RW Bad Tölz auftauchen. Nicht schlecht für eine Mannschaft, die vor der Saison eigentlich erst einmal in der Liga ankommen wollte.
Am Freitag kam mit dem TC Weyarn ausgerechnet der Tabellenführer nach Bad Tölz. Und fast hätten unsere Jungs und Mädels dem Spitzenreiter noch den Sonnenbrand des Tages verpasst.
Franz und Emil erledigten ihre Einzel souverän und brachten Bad Tölz in Führung. Oskar und Kili lieferten ihren Gegnern einen harten Kampf – Kili sogar bis in den Match-Tiebreak –, mussten sich dort aber geschlagen geben. Also: 2:2 vor den Doppeln. Spannung? Aber hallo!
Oskar und Kili machten dann mit einem deutlichen 6:2, 6:1 kurzen Prozess und stellten die Anzeigetafel auf Sieg. Jetzt lag alles in den Schlägern von Franz und Emil. Die beiden rannten, kämpften, hechteten und ließen wirklich nichts unversucht. Erst der Match-Tiebreak musste entscheiden – und der hatte leider etwas gegen Bad Tölzer Jubelszenen. Mit 5:10 ging er an Weyarn, sodass am Ende ein 3:3 stand. Schade – aber gegen den Tabellenführer absolut aller Ehren wert.
Wer jetzt dachte, die Mannschaft würde sich erst einmal mit einem Eis in den Schatten verabschieden, lag daneben. Bereits am Samstag wartete das Nachholspiel gegen Dürnbach. Regeneration? Wird offenbar überbewertet.
Diesmal machten Franz, Emil und Kili in ihren Einzeln kurzen Prozess und gewannen jeweils glatt in zwei Sätzen. Emilie sorgte auf Position zwei für den Krimi des Tages. Nach großem Kampf musste sie sich erst mit 9:11 im Match-Tiebreak geschlagen geben – näher dran geht kaum.
Zum Saisonabschluss wechselte sich Kapitän Oskar noch einmal höchstpersönlich ins Doppel ein. Gemeinsam mit Franz ließ er nichts anbrennen, genauso wenig wie Emil und Kili. Zwei klare Doppelsiege später stand ein deutliches 5:1 auf dem Spielbericht – und ein rundum gelungener Saisonabschluss.
Jetzt heißt es allerdings Abschied nehmen: Mit Oskar, Franz und Emmi wechseln gleich drei der Topspieler altersbedingt in die nächste Altersklasse. Die gute Nachricht für die Verbleibenden: Endlich sind die Plätze ganz vorne frei. Die schlechte Nachricht: Die drei hinterlassen nicht nur große Fußstapfen, sondern wahrscheinlich auch einen ziemlich hohen Verbrauch an Match-Tiebreak-Nerven.
Fazit: Mission Klassenerhalt? Locker geschafft. Ob am Ende Platz zwei, drei oder vier herauskommt, ist fast schon Nebensache. Diese Aufsteiger-Saison war definitiv ein Volltreffer.
U12 greift weiter nach den Sternen – und lässt Geretsried kaum Zeit zum Luftholen
Nach dem starken Unentschieden gegen Tabellenführer Bad Heilbrunn in der vergangenen Woche war klar: Unsere U12 hat Gefallen daran gefunden, ganz oben mitzuspielen. Im Heimspiel gegen den TC Geretsried legte das Team jetzt sogar noch eine Schippe drauf – oder eher gleich den ganzen Sandplatz.
Dabei musste die Mannschaft sogar auf Top-Talent Emil verzichten, der zeitgleich eine Altersklasse höher für die U15 aufschlug. Wer nun dachte, das würde die Bad Tölzer bremsen, wurde eines Besseren belehrt. Die Antwort der Mannschaft lautete ungefähr: „Welcher Ausfall?“
Benni, Vincent, Linus und Ben machten in ihren Einzeln kurzen Prozess und ließen ihren Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Auch im Doppel machten Ben und Paul genau dort weiter, wo die Einzel aufgehört hatten. Das Ergebnis liest sich fast wie ein Tippfehler: Kein einziger Satz ging an Geretsried – und insgesamt durften die Gäste gerade einmal acht Spiele gewinnen. Acht! Das schaffen manche Mannschaften schon beim Einspielen.
Der verdiente Lohn: ein Kantersieg, jede Menge Selbstvertrauen und die Aussicht auf ein echtes Saisonfinale. Denn kommende Woche geht es zum Abschluss nach Icking – und dort darf unsere U12 tatsächlich noch einmal ganz frech nach den Sternen greifen. Wer weiß: Vielleicht ist der Platz an der Sonne ja doch noch frei.
Angriff auf die Spitze misslingt – U18 bleibt dem Spitzenduo aber auf den Fersen
Ganz oben angreifen – das war der Plan unserer U18. Im Heimspiel gegen Tabellenführer Miesbach hatte die Mannschaft die große Chance, mit einem Sieg selbst den Platz an der Sonne zu übernehmen. Der Haken: Der Tabellenführer hatte offenbar denselben Plan.
Schon nach den Einzeln deutete sich an, dass es ein richtig dicker Brocken werden würde. Während David auf Position eins eine absolute Glanzvorstellung ablieferte, hatten seine Teamkollegen reichlich Schwerstarbeit zu verrichten. Gegen einen um vier Leistungsklassen besser eingestuften Gegner zeigte David Nerven aus Stahl und gewann nach großem Kampf mit 10:2 im Match-Tiebreak – eine echte Ansage.
Leo, Katharina und Comebacker Nils stemmten sich zwar nach Kräften gegen die starken Gäste, mussten ihren Gegnern aber jeweils in zwei Sätzen den Vortritt lassen. Aus dem erhofften Traumstart wurde damit ein 1:3-Rückstand.
Aufgeben? Nicht mit dieser Mannschaft. Im Doppel sorgten David und Katharina erneut für Nervenkitzel und entschieden auch ihr Match im Match-Tiebreak für sich. Plötzlich stand es nur noch 2:3 – und ein kleines Tennis-Wunder lag zumindest kurz in der Luft.
Leo und Nils hielten im zweiten Doppel immer wieder gut mit, waren gefühlt ständig in Schlagdistanz – nur eben nie als Erste im Ziel. Mit 0:6, 4:6 ging auch dieser Punkt an Miesbach, das sich am Ende mit 4:2 durchsetzte und die Tabellenführung verteidigte.
Für unsere U18 ist der Traum vom Platz ganz oben zwar erst einmal vertagt, doch die Saison ist noch lange nicht entschieden. Aktuell steht das Team auf Rang drei – und hat die direkten Duelle gegen die Konkurrenten um die Vizemeisterschaft noch vor sich. Die Silbermedaille ist also weiterhin zum Greifen nah. Und wer weiß: Im Tennis hat schon so mancher Satz eine überraschende Wendung genommen.
Herren 55 bleiben auf Siegkurs – 5:2 in Landshut klingt deutlicher, als es war
Die Herren 55 bleiben ihrer Erfolgsserie treu und meisterten auch das schwere Auswärtsspiel in Landshut. Das Endergebnis von 5:2 sieht auf dem Papier zwar komfortabel aus – wer jedoch dabei war, weiß: Das war eher ein Tennis-Krimi als ein Spaziergang.
Besonders schmerzlich war das Fehlen von Kommentator-Nachwuchstalent Markus . Während er zwischen Petko und Babsi Schett auf Court No. 1 in Wimbledon vermutlich schon an seiner Karriere nach der eigenen Spieler-Karriere feilte, mussten die Daheimgebliebenen die Dramatik ganz ohne fachkundige Live-Kommentare ertragen.
Jürgen wurde nach längerer Zeit wieder daran erinnert, dass nach zwei Sätzen tatsächlich ein Match-Tiebreak gespielt wird. Die kurze Überraschung steckte er jedoch souverän weg und brachte mit einem nervenstarken 11:9 den ersten Punkt nach Bad Tölz – Schäffi go!
Christian präsentierte anschließend klassisches Rasentennis auf Sand: tiefe Slicebälle, klug platziert und mit stoischer Ruhe. Das Ergebnis: 7:5, 6:0 – der zweite Satz war dann eher ein Lehrfilm als ein Tennismatch.
Martin rückte auf Position drei vor und bekam es mit einem richtig starken Gegner zu tun. Trotz guter Leistung musste er sich mit 2:6, 4:6 geschlagen geben.
Auf Carlo ist derzeit Verlass – zumindest wenn es um maximale Spannung und Spiellänge geht. Seine Matches erinnern inzwischen zuverlässig an ein Grand-Slam-Finale: volle Distanz, Herzschlagfinale und garantiert Match-Tiebreak. Für die Aufstiegshoffnungen war sein Sieg diesmal Gold wert. Auch er entschied den Match-Tiebreak mit 11:9 für sich.
Bei Andi sorgte derweil der Privatsponsor OnlyFans eher für Schmunzeln als für Einschüchterung. Was in Wimbledon vermutlich für Skandale sorgen würde, brachte in Landshut keine Extrapunkte. Nach großem Kampf ging auch sein Match in den Match-Tiebreak, den diesmal jedoch die Gastgeber mit 10:8 für sich entschieden. Zwischenstand nach den Einzeln: eine denkbar knappe 3:2-Führung für Bad Tölz.
Damit war klar: Ein Doppel musste noch her. Doch mit „einem Punkt reicht“ wollte sich die Mannschaft nicht zufriedengeben.
Jürgen und Christian erledigten ihre Aufgabe souverän in zwei Sätzen. Carlo und Martin hielten derweil die Tradition des Tages hoch und lieferten selbstverständlich wieder einen Match-Tiebreak ab – diesmal mit dem besseren Ende für Bad Tölz. So stand am Ende ein 5:2-Auswärtssieg, der wesentlich knapper war, als das Ergebnis vermuten lässt.
Fazit: 5:2 gewonnen – gefühlt aber fünf Jahre Lebenszeit auf der Anlage gelassen.
Jetzt kommt es zum großen Finale der Saison: Am Samstag, 11.Juli um 13 Uhr steigt zuhause das Endspiel um den Aufstieg gegen den Tabellenführer MTV München. Spannung ist garantiert – auch wenn Markus weiterhin aus der Ferne kommentieren muss.
HERREN II KRÖNEN SICH ZUM MEISTER! 👑🎾
Es ist vollbracht – unsere Herren II sind MEISTER! Bereits einen Spieltag vor Saisonende ist dem Team die Tabellenführung nicht mehr zu nehmen. Und als wäre das noch nicht deutlich genug gewesen, setzte die Mannschaft im letzten Heimspiel gegen Darching II mit einem 6:0-Kantersieg ein letztes, unmissverständliches Ausrufezeichen. Meister werden? Ja. Zweifel aufkommen lassen? Niemals.
Den Auftakt machte Max, der über den Platz fegte wie ein Duracell-Hase auf Espresso. Er war seinem Gegner stets einen Schritt voraus, ließ Ball um Ball unerreichbar werden und sprintete sich zu einem souveränen 6:0, 6:2. Der Gegner dürfte heute noch auf der Suche nach dem gelben Filzball sein.
An Position zwei bleibt Michi die personifizierte Konstanz. Hochkonzentriert, eiskalt und ohne jede Schwäche marschierte er zu einem 6:3, 6:4. Während Mexiko bei der WM aktuell nichts anbrennen lässt, bewegt sich Halb-Mexikaner Michi irgendwo zwischen Fußball-Euphorie und heimlichem Punkteschmuggel – Hauptsache, die Zähler landen auf unserem Konto.
Stefan machte anschließend kurzen Prozess. Sein Gegner bekam genau einmal das Gefühl, vielleicht doch noch mitspielen zu dürfen – dann war auch das wieder vorbei. Der Bizpes zuckte nur ganz kurz, ehe Stefan mit einem kompromisslosen 6:0, 6:0 sämtliche Diskussionen beendete.
Und dann wäre da noch Niki. Was als kleiner Flächenbrand begann, entwickelt sich mittlerweile zu einem ausgewachsenen Inferno. Erste Saison in der Herren II, nach diesem Spieltag bereits eine Matchbilanz von 5:1 – der Brand brennt lichterloh und surft weiterhin auf einer Welle des Erfolgs. Auch diesmal ließ er nichts anbrennen und machte den Einzelsieg perfekt.
In den Doppeln gönnten sich Max und Michi eine wohlverdiente Pause. Für sie rückten die Routiniers Fabio und Simon ins Team – Qualitätsverlust? Fehlanzeige. Stefan und Fabio bleiben auch nach einem nervenaufreibenden 7:6, 5:7, 10:0 in dieser Saison ungeschlagen und entschieden den Match-Tiebreak ungefähr so spannend wie ein Elfmeter ohne Torwart. Niki und Simon machten beim 6:1, 6:2 ebenfalls kurzen Prozess und schraubten das Endergebnis auf ein makelloses 6:0.
Die Bilanz des Tages: sechs Siege, null Niederlagen, die Meisterschaft eingetütet und jede Menge Vorfreude auf den letzten Spieltag. Herzlichen Glückwunsch an unsere Herren II zu einer überragenden Saison!
MEISTER! 🏆❤️🤍
Herren I halten den Abstiegskrimi am Leben – 4:5 gegen starke Otterfinger
Langweilig kann jeder – unsere Herren I offenbar nicht. Im sechsten Saisonspiel gab es bereits das dritte 4:5, diesmal allerdings mit dem unglücklicheren Ende gegen eine starke Mannschaft aus Otterfing. Die letzten Duelle gegeneinander lagen zwar schon einige Jahre zurück, doch man kannte sich noch bestens. Entsprechend entwickelte sich ein Spieltag mit vielen engen, hochklassigen und umkämpften Matches.
Linse legte an Position eins los, als hätte er den Turbo gefunden. Nach einer 4:1-Führung beschloss er allerdings, das Tennisspielen für rund 25 Minuten komplett einzustellen. Sein Gegner nahm das dankend an und schnappte sich den ersten Satz. Danach erinnerte sich Linse wieder daran, dass er eigentlich ziemlich gut Tennis spielen kann, fand zu seinen Schlägen zurück und drehte die Partie noch souverän zum 5:7, 6:2, 10:6.
Tobi absolvierte seinen letzten Einsatz der Saison und hinterließ keinerlei Zweifel. Hochüberlegen kontrollierte er das Geschehen nach Belieben und machte beim 6:2, 6:1 kurzen Prozess. Saison beendet – Auftrag erfüllt.
Comebacker Luis hat in Budapest offenbar nicht nur sein medizinisches Wissen erweitert. Am Sonntag folgte die praktische Prüfung: Sein Gegner wurde nach allen Regeln der Kunst seziert und schließlich mit 6:2, 6:1 entlassen. Die Diagnose: chancenlos.
Doch Otterfing zeigte, warum die Mannschaft so gefährlich ist. Auf den hinteren Positionen schlugen die Gäste gnadenlos zurück. Gerald fand beim 2:6, 2:6 kein Rezept gegen seinen Gegner, Stefan musste sich trotz kämpferischer Leistung 0:6, 3:6 geschlagen geben.
Am nächsten am Punktgewinn war Kapitän Peppe. Nach einem nervenaufreibenden Match kämpfte er sich bis in den Match-Tiebreak, musste sich dort aber denkbar unglücklich mit 8:10 geschlagen geben. Manchmal entscheiden eben zwei Punkte zwischen Heldengeschichte und Frust-Spezi (der dann auch noch aus war- sacklzement!).
Mit einem 3:3 nach den Einzeln musste also die Doppel-Taktik her. Das Trainerteam setzte auf die bewährte Strategie der „starken Klammer“: Doppel eins und drei maximal verstärken und im Zweierdoppel einfach irgendwie überleben.
Der erste Teil des Plans funktionierte hervorragend. Linse und Tobi spielten stark auf und sicherten mit 6:3, 7:6 den wichtigen Punkt. Im Zweierdoppel hatten Matze und Gerald dagegen gegen ein bärenstarkes Gästedoppel wenig zu bestellen (0:6, 1:6). Damit lag die gesamte Hoffnung auf Peppe und Luis. Doch die Eigenfehlerquote war an diesem Tag etwas zu großzügig und die Gegner schlicht zu stark. Das 4:6, 1:6 besiegelte schließlich die knappe 4:5-Niederlage.
Die gute Nachricht: Trotz der Niederlage klettern unsere Herren I in der Tabelle auf Platz fünf. Die schlechte Nachricht: Der Klassenerhalt ist damit noch längst nicht in trockenen Tüchern. Im Saisonfinale könnte es tatsächlich zu einer herrlich absurden Konstellation kommen, bei der gleich vier Mannschaften mit zwei Siegen dastehen. Dann entscheidet die Matchpunktebilanz – der Taschenrechner wird also mindestens genauso wichtig wie der Tennisschläger.
Kurz gesagt: Der Abstiegskrimi läuft weiter. Spannung bis zur letzten Szene garantiert.
Damen I machen es wie die Herren – nur mit Happy End! 🎉
Was die Herren können, können unsere Damen schon längst. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Während die Herren den 4:5-Krimi am Ende unglücklich verloren, entschieden unsere Damen das Nervenspiel gegen den TC Penzberg mit 5:4 für sich. Herzschrittmacher waren an diesem Sonntag jedenfalls auf beiden Seiten keine schlechte Investition.
Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt ins Derby. Wer jetzt aber gemütliches Sommer-Tennis erwartet hatte, lag komplett daneben. Stattdessen wurde auf jedem Platz gefightet, gerannt und gelitten, als ginge es um Wimbledon statt um Südliga-Punkte.
Theresa eröffnete an Position eins den Arbeitstag. Sie rannte, biss, kämpfte und ließ wirklich alles auf dem Platz. Das 1:6, 1:6 liest sich zwar nach einer klaren Angelegenheit, war aber ungefähr so aussagekräftig wie ein Wetterbericht für den vergangenen Dienstag.
Larissa setzte noch einen drauf. Sie lief so viel, dass selbst ihr Fitnessarmband irgendwann gekündigt haben dürfte. Erst kamen die Winner, dann die Wadenkrämpfe, anschließend fast noch das Happy End. Nach einem echten Marathon musste sie sich jedoch hauchdünn mit 7:5, 5:7, 8:10 geschlagen geben. Die Krämpfe gewannen am Ende knapp gegen den Kampfgeist.
Also mussten die Routiniers den Laden übernehmen. Und wie! Ivana, Jana und Maja machten kurzen Prozess und brachten mit drei souveränen Zwei-Satz-Siegen wieder Ordnung ins Bad Tölzer Tennisuniversum. Da Andrea auf Position sechs zwar stark spielte, ihre Gegnerin aber ausgerechnet die wichtigen Punkte sammelte, stand nach den Einzeln ein 3:3 auf der Anzeigetafel.
Jetzt wurde gerechnet, taktiert und gewechselt. Für Penzberg ging es als noch siegloses Team um die letzte Hoffnung. Die Tölzerinnen hingegen betrieben modernes Belastungsmanagement – manche nennen es auch „Clubmeisterschafts-Schonung“. Aufgrund kleiner Wehwehchen und großer Pläne wurden gleich drei frische Kräfte eingewechselt: Inge, Ivonne und Jurgita ersetzten Larissa, Theresa und Andrea.
Und der Plan? Ging auf. Gewaltig sogar.
Ivana und Ivonne machten im Einserdoppel überhaupt keine Gefangenen. Das 6:0, 6:0 war weniger Tennis-Match als eine Machtdemonstration. Man munkelt, die Gegnerinnen hätten zwischendurch höflich nachgefragt, ob sie auch einmal aufschlagen dürften.
Im Dreierdoppel brauchten Jana und Jurgita zunächst etwas Anlauf, kämpften sich nach verlorenem ersten Satz eindrucksvoll zurück und erzwangen den Match-Tiebreak. Dort war das Pulver allerdings verschossen – 1:6, 6:3, 1:10.
Also war klar: Natürlich musste das Zweierdoppel entscheiden. Weil einfache Sonntage in Bad Tölz inzwischen offenbar verboten sind.
Kapitänin Inge und Maja verloren zunächst den ersten Satz mit 3:6, kämpften sich aber mit 6:4 zurück. Und dann wurde es endgültig filmreif. Bei einem langen Ausfallschritt griff sich Maja an die Wade. Ja, es ist offiziell wieder Waden-Jahr bei unseren Damen. Während andere in so einer Situation aufgeben, biss Maja auf die Zähne und entwickelte eine neue Doppel-Taktik: selbst möglichst wenig laufen und Inge einfach beide Spielfeldhälften übernehmen lassen. Inge akzeptierte diese spontane Beförderung zum Einzelspieler mit Netzpartnerin, rannte gefühlt jeden Ball, Maja kämpfte sich durch und gemeinsam brachten die beiden den Match-Tiebreak tatsächlich mit 10:7 nach Hause.
5:4. Sieg. Derby gewonnen. Herzfrequenz jenseits der Belastungsgrenze.
Die Tabelle bleibt zwar durch allerlei Verschiebungen herrlich unübersichtlich, doch dieser Erfolg dürfte den Verbleib in der Südliga 2 praktisch sichern. Oder anders gesagt: Die Koffer für den Ligaverbleib können ausgepackt werden.
Chapeau, Mädels! Und gute Besserung an alle Waden – sie haben in dieser Saison wirklich Überstunden gemacht.
Spielbericht Damen II – Verstärkung? Hatten die anderen. Kampfgeist? Hatten wir! 💪🎾
Unsere Damen II waren zum Auswärtsspiel beim STC Oberland zu Gast – und wurden dort gleich zum Spitzenspiel der etwas anderen Art empfangen. Die Gastgeber packten nämlich tief in die Trickkiste und zauberten auf den Positionen 1 und 2 zwei Spielerinnen aus dem Hut, die in dieser Saison bislang noch gar nicht im Einsatz gewesen waren.
Julia und Laura bekamen diese „Überraschungsgäste“ direkt serviert und warfen alles in die Waagschale. Trotz großem Einsatz war an diesem Tag leider nichts zu holen, sodass beide Matches in zwei Sätzen an Oberland gingen.
Aber aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief! 💥 Katharina und Laura auf den Positionen 3 und 4 hielten stark dagegen und machten mit zwei souveränen Zweisatzsiegen den Zwischenstand von 2:2 perfekt. Vor den Doppeln war also weiterhin alles drin.
Im Doppel bewiesen die Gastgeber dann taktisches Geschick: Statt ihre beiden Top-Spielerinnen gemeinsam aufzustellen, teilten sie diese clever auf beide Doppel auf – und sicherten sich so die entscheidenden Punkte zum 4:2-Endstand.
Unsere Damen II bleiben damit auf einem starken 3. Tabellenplatz. Schon kommende Woche wartet gegen Geretsried die nächste Gelegenheit, den Blick wieder nach oben zu richten.
Dranbleiben, Mädels – die Saison ist noch lange nicht entschieden! 🔴⚪
Herren 70: Punkteteilung sichert den Klassenerhalt
Im vorletzten Heimspiel der Saison empfingen die Herren 70 den GW Luitpoldpark München. Beide Teams hatten sich bereits im gesicherten Mittelfeld der Tabelle eingerichtet – und nach dem leistungsgerechten 3:3 dürfte das Thema Klassenerhalt nun endgültig zu den Akten gelegt werden.
Bei angenehmen Montagvormittagstemperaturen sorgten Franz und Hans früh für die nötigen Zähler. Franz präsentierte sich dabei ganz im Stil einer echten Nummer eins und ließ seinem Gegner beim souveränen 6:1, 6:1 nicht den Hauch einer Chance. Hans hatte es spannender: Nach knapp gewonnenem ersten Satz profitierte er im zweiten Durchgang von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Kontrahenten – auch das gehört bekanntlich zum Tennis.
Beinahe wäre sogar noch ein dritter Einzelpunkt hinzugekommen. Helmut kämpfte sich nach Satzrückstand eindrucksvoll zurück, musste sich jedoch im Match-Tiebreak denkbar knapp mit 7:10 geschlagen geben. Manchmal liegt zwischen Heldengeschichte und „hätte, wäre, wenn“ eben nur ein einziger Ballwechsel.
Die Doppel wurden anschließend geteilt: Jede Mannschaft sicherte sich eines, sodass am Ende ein gerechtes 3:3 auf dem Spielbericht stand – ein Ergebnis, mit dem beide Seiten gut leben konnten.
Zum Saisonabschluss wartet am kommenden Montag noch eine kleine Besonderheit: Dann wird die unterbrochene Begegnung gegen Bayrischzell fortgesetzt.